Definitonen



Psychotherapie

Behandlungsverfahren zur Heilung oder Linderung von Störungen im seelischen Bereich, in den sozialen Beziehungen, im Verhalten oder auch in bestimmten Körperfunktionen.
Verfahren: u. a. Psychoanalyse, Tiefenpsychologie, Familientherapie, Hypnose, autogenes Training, Verhaltens-, Gesprächspsycho-, Gestalt- Logotherapie, künstlerische Therapien (Musik- Kunst- Tanz…), Körpertherapie.
Ab 18 J. kann man zu einem Erwachsenentherapeuten.

Psychotherapeuten

Sie haben ein oder mehrere therapeutische Verfahren gelernt. Einige Verfahren stehen auch anderen Berufsgruppen als Ärzten und Diplom-Psychologen offen.
Um therapeutisch tätig sein zu können, brauchen sie eine staatlich geregelte Erlaubnis, z.B. die Heilpraktikerprüfung.

Von den Krankenkassen anerkannte, und damit bezahlte Verfahren sind:
  • Psychoanalyse
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Verhaltenstherapie


  • Diplom-Psychologe

    hat Psychologie (Wissenschaft von der Seele) studiert, kein Psychotherapeut

    Psychologischer Psychotherapeut

    hat Psychologie studiert und eine zwei bis dreijährige Zusatzausbildung für Psychotherapie. Um therapeutisch tätig sein zu dürfen, braucht er wie Ärzte eine Approbation (gesetzliche Anerkennung, die mit dem Nachweis der Qualifikation und mit berufsbegleitender Fortbildung verbunden ist). Er muss deshalb jedoch noch keine Kassenzulassung haben. Diese ist abhängig vom Therapieverfahren und der Anzahl der in der Stadt zugelassenen Therapeuten.

    Ärztlicher Psychotherapeut

    Arzt mit therapeutischer Zusatzausbildung z.B. Frauenarzt mit Psycho therapieausbildung.

    Kinder und Jugendlichenpsychotherapeuten

    je nach Ausbildung mit den Therapieformen:

  • Analytisch (2 x wöchentliche Sitzungen)
  • Tiefenpsychologisch fundiert (1 x wö. S.)
  • Verhaltenstherapeutisch
  • Beginn nur bis zum 21. Lebensjahr. Ab 20 J. bedarf es einer Begründung. Ab 18 J. kann man auch zu einem Erwachsenentherapeuten.


  • Psychoanalytiker

    Ärzte, Diplom-Psychologen, u. U. auch Pfarrer mit einer ca. sieben jährigen Analyseausbildung

    Psychiater

    hat Medizin studiert und dann eine Facharztausbildung in Psychiatrie, oft auch in Neurologie gemacht. Psychiatrie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit psychischen Erkrankungen befasst. Im Unterschied zum Diplom-Psychologen, der Psychodiagnostik (z.B. Testverfahren) gelernt hat, kommt bei ihm die medizinische Diagnostik hinzu. Er kann Medikamente verschreiben oder bestimmte Übungsverfahren verordnen (z.B. Entspannungsverfahren, Ergotherapie).In der Regel überweist er an Psychotherapeuten.

    Verhaltenstherapie (VT)

    Entwickelte sich als Gegenpol zur Analyse. Die Symptome eines Menschen wurden als von der Umwelt bestimmte Reflexe betrachtet und Lerntheorien entwickelt. Die individuelle Lebensgeschichte erlangte erst später wieder Bedeutung. Der Schwerpunkt liegt auf der Veränderung des als Funktionsstörung bewerteten Denkschemas und nicht wie in der Analyse auf dem Erfassen dahinterliegender Prozesse. Der Klient soll umdenken und umlernen.
    In der VT nimmt der Therapeut eine aktivere und direktivere Haltung ein.

    Systemische Familientherapie

    Die systemische Therapie entwickelte sich aus Ergebnissen der Kommunikationsforschung, die zwischenmenschliche Interaktionsformen untersuchte. Komplexe Systeme z.B. Familien sind vernetzt. Das bedeutet, die Heilung des Einzelnen kann nur dann geschehen, wenn sich das gesamte System verändert. Es wird davon ausgegangen, dass komplexe Systeme eine eigene Fähigkeit zur Selbstorganisation haben. Daher sind die Abstände zwischen den Familiensitzungen recht lang (ca. einen Monat), um dem Familiensystem Zeit zu geben sich neu zu organisieren. Mitgegebene Hausaufgaben können den Prozess unterstützen. Wegen der im Vergleich geringen Anzahl an Therapiesitzungen ist dieses Verfahren sehr ökonomisch.
    Dieses Verfahren wird auch mit Einzelklienten durchgeführt, da es nicht immer praktikabel ist, die ganze Familie bei einer Sitzung dabei zu haben. Durch zirkuläre Fragen werden die Familienmitglieder integriert, bzw. die gegenseitige Vernetzung deutlich.
    Ziel der Therapie ist es, krankhafte Wechselbeziehungen zu unterbrechen und eine Veränderung im Beziehungsgefüge anzustoßen, damit sich der Klient/ die Familie in einer neuen Form organisieren.


    www.kaskade-verein.de
    KASKADE - Beratung bei Essstörung e. V.
    37073 Göttingen - Kurze Straße 14 - Telefon 0178/ 198 86 09